Herrlich
Alles an diesen kurzweiligen siebzig Fernsehminuten ist zu loben. Den herrlich absurden Spaß, der den Geist von John Carpenters Weltraum-Komödie „Dark Star“ atmet, hat sich Autor Sascha Arango (wenn das bloß kein Pseudonym ist ...) ausgedacht, Regisseur Nico Hofmann setzte die Geschichte in schwereloses Tempo um, fand für die interstellaren Turbulenzen nicht nur eine klare, dichte Dramaturgie, ihm standen zudem hervorragende Schauspieler zur Verfügung. Die technischen Tricks und Feinheiten sind sparsam eingesetzt, zuweilen augenzwinkernd in Zitaten aus Klassikern des Science-fiction-Films. Die gekonnt geheimnisvolle, abwechslungsreiche Lichtgestaltung erzeugt eine gattungsgerechte Atmosphäre.
Apropos Atmosphäre: Solche Fernsehfilme dürften häufiger in die Erdatmosphäre eindringen. Sie wären selbst von außerirdischen herzlich willkommen.
Hannoversche Allgemeine Zeitung
Vom Irdischen losgelöst
Scheinbar schwerelos über alle irdischen Probleme hinweg bewegt sich Kommandant Shukov (Dominique Horwitz) in seiner orbitalen Umlaufbahn um die Erde, hofft auf Ablösung und den sowjetischen Heldenboden. Doch die Realität hat diesen Hoffnungen allen Boden entzogen.
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Wie es Shukov mit liebevoller irdischer Unterstützung gelingt, auf der sicheren Landebahn des Happy-Ends zu landen und Russen, Amerikaner und japaner zu foppen, zeigt eine ZDF-Produktion, die sich durch ausgezeichnete Besetzung (neben Howitz Barbara Auer, Günther Lamprecht) und trickreiche Special Effects auszeichnet.
Die Space-Satitre ist ein gar nicht sehr utopisches Polit-Märchen, das mit modernsten Tricktechniken erzählt wird. Volker Engel, der seine Hollywooderfahrung in den Studiengang Animation der Filmakademie Ludwigsburg einbringt, zeigt mit Regisseur Nico Hoffmann, daß der deutsche Film tricktechnisch den Vergleich mit Spielberg und Georg Lucas druchaus nicht zu scheuen braucht. Ihre "Odysee im Weltraum" mußte zwar mit weniger Geldmitteln auskommen. was aber durch Findigkeit und Phantasie ausgeglichen wird. ...
Frankfurter Rundschau