Gefährliche Wahrheit
Ruth Jacoby, Ende dreißig, alleinerziehende Mutter, vor einem Jahr starb ihr Mann an Krebs, tritt in Berlin ihre neue Stelle in der Gerichtsmedizin an. Bevor sie sich mit ihrer Tochter Sarah, 13, häuslich einrichten kann, wird sie auf ihren ersten Fall angesetzt. Es handelt sich um den mysteriösen Tod von Rita Gonzales, 28, Mexikanerin.
Ruth ist eine dominante, selbstbewusste Frau, die durch ihre eigensinnige Art bei Männern oft aneckt. So auch bei ihrem neuen Kollegen, Hauptkommissar Harry Voss, Ende vierzig.
Ruth und Voss ermitteln gemeinsam. Für Voss ist der Fall klar. Das Opfer, eine Diabetikerin, erlitt einen Schwächenanfall und stürzte zu Tode. Für Ruth geht das zu schnell. Bevor sie nicht alle Untersuchungen durchgeführt hat, bleibt sie grundsätzlich skeptisch.
Bei der anschließenden Obduktion kommt Ruth zu dem Ergebnis, dass Rita Gonzales an einer Überdosis Insulin gestorben ist. Sie findet keinen Hinweis auf Selbstmord. Jemand muss ihr die Injektion gegeben haben. Von der Nachbarin der Toten erfährt Ruth, dass Rita Gonzales erst kürzlich eine Fehlgeburt hatte. Das Baby litt an Makrosomie. Die Spur führt in die Michaelis-Klinik. Dort lernt Ruth den Arzt Martin Winter, 38, kennen. Winter scheint sich sehr für die resolute Gerichtsmedizinerin zu interessieren. Die beiden verabreden sich, kommen sich näher.
Kommissar Voss, der an einem zweiten Fall arbeitet, entdeckt erstaunliche Parallelen. Eine Apothekerin, die bei einem Raubmord ums Leben kam, hatte denselben Krankheitsverlauf wie Rita Gonzales.
Voss diskutiert den Fall mit Ruth. Der Verdacht, dass beide Opfer medizinisch falsch behandelt wurden, liegt nahe. Ruth und Voss gehen der Sache nach, recherchieren bei einem großen Pharma-Konzern. Ihre Vermutungen erweisen sich als richtig. In einem spannenden Showdown bringen Ruth und Hauptkommissar Voss den Fall zu Ende.